Künftige Bahntrasse wird vorgestellt

Künftige Bahntrasse wird vorgestelltWeißkeißel / Wuskidź | Rietschen / Rěčicy, 15. November 2018. Wie die Deutsche Bahn AG (DB) heute mitteilt, arbeitet sie im Auftrag der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) aktuell an verschiedenen Varianten zur Verlegung des Streckenabschnitts zwischen Weißwasser und Rietschen auf der Strecke Berlin–Cottbus–Görlitz. Notwendig macht die Streckenverlegung der bereits im Jahr 1994 bestätigte Braunkohlenplan des Tagebaus Reichwalde / Rychwałd, wonach der Tagebau in Richtung Osten weitergeführt wird. Verlegt sein muss die Bahntrasse bis spätestens zum Jahr 2026. In die Varianten der Vorplanung sind mavj Angaben der Bahn alle Anforderungen der Träger öffentlicher Belange, der DB und der Öffentlichkeit eingeflossen und bildeten die Basis für die Auswahl einer Vorzugsvariante. Auch die Hinweise aus den Bürgerdialogen in Weißkeißel und Rietschen Mitte des Jahres wurden berücksichtigt.

Nächste Bürgerdialoge in Rietschen und Weißkeißel geplant

Beim Variantenvergleich wurden technische Kriterien der Verkehrsanlagen, der Ingenieurbauwerke, des Straßenbaus, der Betroffenheit der Anwohner – so zum Lärm und zum notwendigen Grunderwerb – sowie ökologische Belange wie beispielsweise das Teichgebiet einbezogen, was letztlich im Oktober 2018 zur Entscheidung über die zukünftigen Streckenführung führte.

Die Vorzugsvariante zur zukünftigen Streckenführung wird auf den nächsten Bürgerdialogen vorgestellt.

Im Zuge der neue Streckenführung müssen der Betriebsbahnhof Weißkeißel und die Verladeanlagen der Bundeswehr verlegt werden. Ein neues elektronisches Stellwerks (ESTW) in Weißkeißel soll es in Zukunft möglich machen, die Züge künftig aus einer einzigen Bedienzentrale zu steuern. Schneller wird die Strecke dadurch aber nicht: Für die Beibehaltung der bestehenden Fahrzeiten wird im Bahnhof Schleife / Slepo ein neuer Außenbahnsteig mit barrierefreiem Zugang gebaut. Auch an der Signaltechnik sind Veränderungen nötig.

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