CBD als Trend-Produkt – was macht die Öle so beliebt?

CBD als Trend-Produkt – was macht die Öle so beliebt? Weißwasser/O.L. / Běła Woda, 7. November 2022. Es gibt kein wichtigeres Gut als die eigene Gesundheit. Um sie zu erhalten, greift so mancher zu abenteuerlichen Maßnahmen. Immer wieder setzen sich neue Trends durch, von denen sich Menschen einen Benefit fürs Wohlbefinden versprechen. Seit einigen Jahren macht nun CBD von sich reden und hat sich den Status als Trend-Produkt damit verdient. Aber was ist das eigentlich? Welchen Einfluss haben die kleinen Fläschchen auf dem Nachttisch wirklich aufs Wohlbefinden und taugt CBD etwas?

Abb.: CBD-Öle sind immer öfter auch im Einzelhandel verfügbar

Foto: © BeierMedia.de

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Was ist CBD und ist es überhaupt legal?

Was ist CBD und ist es überhaupt legal?

Ein Blatt der Hanfpflanze, für viele unzutreffenderweise ein Symbol des Rauschmittels THC – jedoch wird aus THC-armen Hanfpflanzen das wertvolle CBD-Öl gewonnen

Foto: Alissa De Leva, Pixabay License (Bild beschnitten)

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information, nicht aber der Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung und ersetzt nicht die Diagnose oder Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Verarbeitetes CBD ist unter bestimmten Bedingungen etwa in Form von CBD-Öl oder CBD-Kapseln in Deutschland legal. Zu CBD-ÖL und CBD-Kapseln dürfen keine Heilversprechen zur Linderung gesundheitlicher Beschwerden abgegeben oder Heilung oder Linderung in Aussicht gestellt werden, sie gelten als "neuartiges Lebensmittel". Zur Frage der Zulassung nach der Novel Food Verordnung der EU informierte bspw. die Deutsche Apotheker Zeitung am 7. Juni 2022.

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. Es handelt sich hierbei um ein Cannabinoid, das auf natürliche Weise in der Hanfpflanze vorhanden ist. Hanf? Das bedeutet doch Marihuana, oder nicht? Das ist so nicht ganz richtig. Zwar wird auch "Hasch, Gras oder eben Marihuana" aus der Hanfpflanze gewonnen, es handelt sich aber um andere Züchtungen.

Klassische und vor allem legale CBD-Tropfen werden aus speziell für diesen Zweck gezüchteten Hanfpflanzen gewonnen. Sie haben einen hohen CBD-Gehalt, enthalten dafür aber maximal nur 0,2 Prozent THC, dem rauscherzeugenden Stoff. Diese Grenze ist gesetzlich vorgeschrieben von der EU und darf nicht überschritten werden.

Wofür nutzen Menschen CBD und wogegen hilft es?

Bislang tappt die Forschung noch ziemlich im Dunkeln, was die Wirkung von CBD angeht. Bislang scheint es lediglich fest erwiesen, dass bei einer bestimmten Form der kindlichen Epilepsie eine Wirkung vorhanden ist. Zur Behandlung wurde bereits ein Wirkstoff mit CBD zugelassen. Zusätzlich gibt es erste Studienerkenntnisse aus der Tiermedizin, die jedoch noch nicht auf den Menschen übertragbar sind.

Die Begeisterung der Nutzer allerdings scheint ungetrübt und auf ihren Erfahrungsberichten basiert das in vielen Medien verbreitete Wissen überwiegend. Da die WHO CBD als unbedenkliche Substanz eingestuft hat, ist die Hemmschwelle, es auszuprobieren, weiter gesunken. Die Rechtslage reicht je nach Perspektive vom verschreibungs- und apothekenpflichtigen Arzneimittel bis zum "neuartigen Lebensmittel", so der Standpunkt des Bundesinstituts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL); andere argumentieren hingegen, wegen der Gewinnung aus Nutzhanf mittels herkömmlicher Extraktionsmethoden sei der Verkauf natürlicher Extrakte als Nahrungsergänzungsmittel legal.

Obgleich eine Wirkung nicht erwiesen ist und auch nicht im geringsten versprochen wird, setzen viele der Nutzer CBD unter anderem bei folgenden Beschwerden ein:


    • zur Reduktion von Angstzuständen und Depressionen
    • für verbessertes Einschlafen bei Schlafstörungen
    • CBD soll laut Nutzern für mehr Vitalität und Ausgeglichenheit sorgen
    • bei Tieren kommt CBD im Fall von Nervosität und Unruhe zum Einsatz
    • CBD soll in der Lage sein, Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren
    • gern wird CBD zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens genutzt


Ob es sich bei den berichteten Wirkungen um einen Placebo-Effekt oder um ein tatsächlich fundiertes Wirkungssystem handelt, wird die Zeit zeigen. Da CBD aber nur wenige, meist schwache Nebenwirkungen mitbringt, neigen viele dazu, das Mittel quasi im Selbstversuch auszuprobieren. Ausgeblendet werden dabei allerdings mögliche langfristige Nebenwirkungen, die etwa das Körpergewicht, die Leber oder das Immunsystem betreffen können.

Wo gibt es CBD heute zu kaufen?

Als CBD seinen Durchbruch hatte, war es kaum möglich, die von manchem begehrte Substanz irgendwo zu kaufen. Heute werden die Tropfen sogar in Apotheken und Drogerien verkauft, oft sogar als Mundspülung gegen Zahnfleischbluten und Entzündungen.

Erfahrene Nutzer setzen allerdings auf Online-Shops, da die Auswahl größer ist. Das fängt schon bei der CBD-Konzentration an. Es gibt Produkte mit 5 Prozent, 10 Prozent, 20 Prozent und mehr Inhaltsstoff – im stationären Einzelhandel steht dagegen oft nur ein einziges Konzentrat zur Verfügung. Um die richtige CBD-Sorte für den eigenen Bedarf zu finden, bedarf es ausgiebiger Recherche.

Online lässt sich leichter vergleichen, außerdem finden Nutzer hier oft die besseren Preise. Erhältlich ist CBD aber faktisch an verschiedenen Orten. Die meisten Drogerien haben ein Stammprodukt vorrätig und selbst Supermärkte wie Edeka bieten das Trendprodukt an.

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  • Quelle: red | Foto mit Werbefahne: © BeierMedia.de, Foto Blatt: lovingimages / Alissa De Leva, Pixabay License
  • Erstellt am 07.11.2022 - 11:10Uhr | Zuletzt geändert am 07.11.2022 - 13:17Uhr
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