Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmen

Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmenWeißwasser / Běła Woda, 9. Januar 2020. Wer beim Obst essen, zum Beispiel in den Apfel beißen, Blut erkennt, oder beim Zähneputzen mit anschließendem Mundausspülen ebenfalls Blut entdeckt, für den oder die ist es höchste Zeit, zu reagieren und am besten einen Zahnarzt zu konsultieren, denn Zahnfleischbluten muss unbedingt behandelt werden, sonst drohen spätere Folgen, die weit mehr als den Mundraum betreffen.

An das regelmäßige Zähneputzen von Kindheit an sollte sich spätestens bei Erwachsenen die ganz bewusste Zahnpflege anschließen

Symbolfoto: Jenny Friedrichs, Inhaberin einer Werbeagentur in Varel, Pixabay License

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Bewusste Zahnpflege ist das A und O

Mit Zahnfleischbluten signalisiert der Körper eine Entzündung im Zahnsystem. So eine Entzündung im Zahnsystem wird Parodontitis genannt, der Volksmund spricht eher von Paradontose. Ganz egal wie man es nennt: Mit einer Parodontitis ist überhaupt nicht zu spaßen, denn eine Entzündung des Zahnfleischs und der Zähne erhöht das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen, weil über die offenen Wundflächen erkrankter Zahntaschen Bakterien ins Blut gelangen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Atemwegserkrankungen, Diabetes und weitere Erkrankungen und wohl sogar Alzheimer können von einer Parodontitis ausgelöst oder zumindest begünstigt werden. Deshalb sollte, wie oben schon erwähnt, bei einer Entzündung im Mund der Zahnarzt unbedingt umgehend aufgesucht werden.

Symptome und Ursachen des Zahnfleischblutens

Wer also Zahnfleischbluten hat, bei dem zeigen sich meist Symptome wie Schmerzen im Mund und Rötungen und Schwellungen am Zahnfleisch. Ursache einer Parodontitis können unter anderem die folgenden sein: hormonelle Veränderungen, zu viele Bakterien im Mund wegen schlechter Mundhygiene, Vitamin C Mangel und anderes mehr. Außerdem kommt noch hinzu, dass es bei dritten Zähnen zu einer Gingivitis (Entzündung des marginalen Zahnfleischs) kommen kann, etwa an einer Druckstelle oder durch chemische Reaktionen.

In den meisten Fällen jedoch ist Zahnfleischbluten vor allem die Folge unzureichender Mundhygiene – und da kann man selbst einiges tun, um Abhilfe zu schaffen. Nur eines darf man nicht: Eine Entzündung im Mundbereich auf die leichte Schulter nehmen oder gar ignorieren.

Prävention und Abhilfe schaffen bei Zahnfleischbluten

Mit wenigen, ganz simplen Regeln kann man Zahnfleischblutungen weitgehend vorbeugen, so dass das Problem möglichst gar nicht erst entsteht. Mit den gleichen Methoden lässt sich in vielen Fällen Zahnfleischbluten elimenieren. Als Erstes müssen regelmäßig morgens und abends die Zähne geputzt werden, grundsätzlich ist eine zusätzliche Mundspülung hilfreich (im Einzelfall den Zahnarzt fragen). Manche bevorzugen Mundspülmittel auf pflanzlicher Basis, weil sie befürchten, dass mit einer Mundspülung mit chemischen Zusätzen auf Dauer der Magen angegriffen werden könnte, obgleich Mundspülungen generell nicht verschluckt werden dürfen. Wichtig ist auch, nach jeder Mahlzeit den Mund mit Wasser auszuspülen und zwischen den Zähnen hängende Speisereste zu entfernen.

Rauchen und Alkohol sollten gemieden werden. Gesunde Ernährung, vor allem der Verzicht auf Süßes, am besten von klein auf an verbunden mit der richtigen Gesundheitserziehung, ist ebenfalls von großer Relevanz.

Und zu guter Letzt muss noch darauf hingewiesen werden, dass regelmäßige Termine beim Zahnarzt, am besten in einem Intervall von jeweils sechs Monaten, selbstverständlich sein sollten. Einmal im Jahr oder bei Bedarf sollte zudem eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchgeführt werden. Wer alle Tipps korrekt einhält erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit Gingivitis und Parodontitis nichts (mehr) am Hut zu haben.

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  • Quelle: red | Foto: jennyfriedrichs / Jenny Friedrichs, Pixabay License
  • Erstellt am 09.01.2020 - 17:56Uhr | Zuletzt geändert am 09.01.2020 - 19:08Uhr
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