Der beste Zeitpunkt für die Impfung - so macht man`s richtig!

Der beste Zeitpunkt für die Impfung - so macht man`s richtig!Weißwasser / Běła Woda, 27. September 2018. Noch immer gehen die Meinungen, vor allem unter medizinischen Laien, über den richtigen Impfschutz auseinander. Während sich die einen regelmäßig im Herbst ihre Grippeimpfung beim Hausarzt abholen, verschmähen viele diese Methode zum Schutz vor einer Grippeinfektion, da sie nicht wissen, wann genau eigentlich der richtige Moment dafür wäre und ob sie überhaupt Sinn macht.
Abbildung oben: Ein kleiner Pieks wirkt manchmal Wunder und kann schwere Erkrankungen verhindern

Bei Impfungen für Auslandsreisen gilt: Sich rechtzeitig informieren!

Bei Impfungen für Auslandsreisen gilt: Sich rechtzeitig informieren!

Mit einer Grippeschutzimpfung kann die Erkrankung oft verhindert werden oder verläuft milder. Nicht ohne Grund hat das Görlitzer Gesundheitsamt erst vor zwei Wochen an die Impfung erinnert

Grundsätzlich gilt die Regel: Nach der Grippewelle ist vor der Grippewelle – die nächste kommt also garantiert. Laut wissenschaftlicher Forschungsergebnisse überrollt uns eine Influenzawelle beim Jahreswechsel und dies nicht selten sogar Länder- und Kontinenteübergreifend. Wichtig ist, den exakt richtigen Zeitpunkt für diese Impfung zu erwischen. Bei herkömmlichen Regelimpfungen, wie bei Tetanusimmunisierungen, sind die exakten Zeiten für die Folgeimpfungen nach der Grundimmunisierung datiert und vorgegeben. Auch bei Impfschutzmaßnahmen für Auslandsaufenthalte, wie Hepatitisimpfungen und zum Schutz gegen Malaria zum Beispiel, sind die Grundimmunisierungen oder Kompaktimpfungen einfach einzuhalten und vorbeugend in einem bestimmten Abstand zum Reisedatum durchzuführen. Besonders bei Grippeimpfungen aber sind sich nicht nur die Gelehrten nicht ganz einig, sondern erst recht die Bürger, die sich auch tatsächlich mit einer Schutzimpfung dieser Art schützen und immunisieren möchten.

Schutzimpfungen für Auslandsaufenthalte

Wer viel reist und gerne auch weit – vielleicht sogar über den "Großen Teich" hinaus – weiß, dass er sich vielen Schutzimpfungen unterziehen muss, bevor es losgeht. In vielen Ländern sind bestimmte Impfvorkehrungen durchaus nicht nur empfehlenswert, sondern auch zwingend erforderlich, um sich gesund und munter im jeweiligen Land aufhalten zu können. Denn hier lauern unterschiedliche Gefahren für den Reisenden.

In der Regel gehören Tetanus-Immunisierungen, Diphterie-, Polio- und auch je nach Alter Grippeimpfungen und solche gegen Masern dazu. In speziellen Ländern, wie beispielsweise im afrikanischen Raum, ist die Immunisierung gegen Hepatitis A und B, Typhus, Cholera, Gelbfieber und Tollwut grundsätzlich sehr empfehlenswert, in anderen Ländern wiederum Impfungen gegen Meningokokken, gegen die Japanische Enzephalitis oder auch eine Grundimmunisierung gegen FSME. Letztere kann und sollte sogar schon bei Urlauben im bayrischen Wald beispielsweise sinnvoll sein, den die Überträger dieser Nervenkrankheit sind die Zecken, die auch hier vorkammen. Auch zum Teil in österreichischen Gefilden sind Zeckenarten bekannt, die diese Krankheit an Menschen übertragen können.

Genaue und ganz präzise Informationen über den passenden und erforderlichen Impfschutz bei Auslandsreisen erhält man auch über das Auswärtige Amt. Je nach Urlaubsland und Ziel werden die Impfmaßnahmen aufgelistet, die als zwingend notwendig und empfehlenswert angesehen werden, und solche, die eher als Vorsichtsmaßnahme empfohlen werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Die Grippeimpfung ist wohl der am häufigsten angewendete Impfschutz in Deutschland. Besonders für bestimmte Risikogruppen, so beispielsweise Menschen im fortgeschrittenen Alter, kann eine Grippe zur lebensbedrohlichen Situation werden. Deshalb wird die Grippeimmunisierung im Grundsatz für Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen, aber auch Patienten mit chronischen Krankheiten und Schwangere empfohlen. Bei einer Grippeimpfung während der Schwangerschaft ist nicht nur die Mutter immunisiert, sondern das Baby gleich mit, dass dann auch nach der Geburt in den ersten Monaten einen Grippeschutz hat.

Die nahezu beste Zeit also für Grippeimpfungen seien die Monate Oktober oder November, empfehlen beispielsweise auch die Experten von meine-krankenversicherung.de ganz explizit. Die jeweiligen Grippewellen sind von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Während früher noch diese Grippewellen eher schwächer und unregelmäßiger verliefen, sind sie heutzutage umso stärker und der Zeitpunkt fast schon vorprogrammiert. Millionen Bürger erleiden jedes Jahr grippeähnlicher Symptome und tausende leiden tatsächlich an der echten Grippe, also einer schweren Influenza. Ein grippaler Infekt, bei dem die Nase trieft, der Husten keucht, das Fieber steigt und der Schüttelfrost einkehrt, ist nicht zu vergleichen mit einer schweren Grippe, bei der Betroffene Patienten zwar mit anfänglich grippeähnlichen Symptomen zu kämpfen haben, aber schon nach Stunden in einen fast komatösen Zustand gelangen können.

Auffrischungen können Leben retten

Es nutzt bekanntlich keine Impfung, wenn ihr Schutz nicht mehr greifen kann, da dieser schon längst verjährt bzw. abgeklungen ist. Und dies geschieht öfter, als man annehmen würde. Der Blick ins Impfbuch bringt die Wahrheit ans Licht.

Vor allem, wenn man eine Reise ins Ausland vorhat, sollte man grundsätzlich so früh wie möglich sich sein Impfbuch einmal genauer anschauen. Die Grundimmunisierungen bei Wundstarrkrampf, der üblichen Tetanusimpfung beispielsweise, ist es nicht mit einer einzigen Impfung getan. Denn hat man zwar die Erstimpfung hinter sich, den zweiten Impftermin jedoch verschlafen, ist die Grundimmunisierung gänzlich dahin und der Schutz ist nicht gegeben. Grundsätzlich sollte die Impfung gegen Kinderlähmung und Keuchhusten/Diphterie im Pass eingetragen sein und diese sollte, wenn notwendig, auch vor der Abreise ins Ausland aufgefrischt werden.

Besonders bei Spontanreisen, so die Erfahrung, sind sich viele Reisende ohne ausreichenden Impfschutz der Gesundheitsgefahren bei der Einreise in ein fernes Land nicht bewusst. Bestes Beispiel dafür sind die jährlichen Fallzahlen der an Malaria erkrankten Personen Jahr weltweit. Zwar gibt es gegen Malaria keinen Impfstoff, doch das Medikament gegen Malaria, zum richtigen Zeitpunkt eingenommen, wird noch heute als Impfung im weitesten Sinnen betrachtet und durchaus manchmal als solche deklariert. Wann der richtige Zeitpunkt zur Einnahme ist, wissen der Hausarzt und der Apotheker, an die man sich trotz etlicher Informationsquellen, die sich mit dem Thema Impfschutz und Zeitpunkt auseinandersetzen, im Zweifel wenden sollte.

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  • Zuletzt geändert am 27.09.2018 - 14:19 Uhr
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