Klassische versus moderne Werbemittel im Verkauf

Klassische versus moderne Werbemittel im VerkaufWeißwasser / Běła Woda, 7. Juni 2019. Wer kennt sie nicht, die bedruckten Kaffeetassen mit dem Logo eines Unternehmens, oft verbunden mit einem flotten Spruch, oder die bedruckten T-Shirts mit dem Logo oder dem Namen der Firma. Was manchem angesichts der inzwischen intensiven Nutzung des Internets als altbackene Werbung erscheint, hat jedoch noch immer seine Berechtigung. Vor allem lokal agierende Unternehmen stellen ihre Leistungen gern in den Bezug zu den einzelnen Regionen. Oft kommt dann noch Sponsoring hinzu, beispielsweise, wenn ein Unternehmen einen Sportverein unterstützt und das dann auf den Trikots der Spielerinnen und Spieler sichtbar wird.
Abbildung: In manchen Branchen werden, besonders im B2B-Geschäft (wenn Unternehmen an Unternehmen verkaufen), Werbeartikel regelrecht erwartet. Kluge Verkäufer und Handelsvertreter wissen, dass Zuverlässigkeit, kleine Geschenke und der small talk oft über die Annahme eines Angebots entscheiden

Das Internet hat das Marketing bereichert

Marketing umfasst, grob gesagt, alle Aktivitäten, die den Verkauf der Leistungen eines Unternehmens vorbereiten und ermöglichen. Ein Marketingeffekt basiert auf der Voksweisheit "Wiederseh'n macht Freude!", der Eintritt, wenn man einem Anbieter bei unterschiedlichsten Gelegenheiten begegnet. Je häufiger das passiert, umso stärker verfestigt sich bei der Zielgruppe der Eindruck, dass es sich um einen bedeutsamen und vertrauenswürdigen Anbieter handeln muss – vorausgesetzt natürlich, das Unternehmen agiert tatsächlich seriös am Markt und verstärkt Schritt für Schritt sein positives Image.

Das gilt natürlich auch im Internet. Doch während hier der Werbekontakt nur visuell und akustisch erfolgt, haben klassische Werbemittel große Vorteile: Sie haben oft einen praktischen Nutzen, beispielsweise als Regenschutz oder Schreibgerät, man kommt, weil sie benutzt werden, immer wieder in Berührung damit, man kann sie tatsächlich spüren und vor allem ist der Werbekontakt viel länger als die oft nur wenigen Sekunden auf dem Display.

Unterschiedliche Werbemittel, die man bedrucken kann

Konkret bedeutet das: Es werden Logos, Slogans, Firmennamen beispielsweise auf T-Shirts, Jacken oder Mützen oder auf Alltagsgegenstände wie Taschen, Regenschirme oder Kugelschreiber gedruckt und an Kunden und andere Interessierte, die selbst zu Kunden werden sollen oder als Multiplikatoren wirken, verteilt – Kugelschreiber bedrucken zu lassen ist wohl auch die älteste Idee dieser Marketing-Methode, die zudem auch noch der Weisheit "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!" folgt.

Tipp: Werbeartikel "einfach so" zu verteilen, ist nicht in jedem Fall sinnvoll. Der Beschenkte soll mit dem Artikel ja auch eine gewisse Wertigkeit verbinden. Dazu ein paar Hinweise:

    • Werbeartikel kann man mit einem kleinen Preisausschreiben an den Mann oder die Frau bringen. Die Idee dahinter: Es macht nur mit, wer wirklich interesse an dem Preis, dem Werbeartikel, hat.

    • Es spricht auch nichts dagegen, Werbeartikel zu verkaufen. In gewisser Weise machen das ja manche Modelabels, die die Käufer ihrer teuren Trikotagen zugleich zu Werbeträgern machen.

    • Immer aber sollte ein Werbegeschenk, wenn es nicht ein absoluter Streuartikel ist, wertschätzend überreicht werden: "Wir haben einige hochwertige Kugelschreiber eingekauft, sehen Sie mal, wie gut der schreibt. Ich würde mich freuen, wenn sie ihn als Andenken an unser Gespräch behalten!" kommt halt anders rüber als "Wollen sie einen Kugelschreiber haben?"

Gegenstände bedrucken, um sie als Werbemittel einzusetzen, das wird wohl gemacht, seit es technisch möglich ist. Schon in der Ära vor dem Internet wurden häufiggenutzte Gegenstände als Werbeträger eingesetzt, um Unternehmen lokal oder bei bestimmten Zielgruppen bekannt zu machen. Das Internet hat dann die Möglichkeiten für Werbekontakte explodieren lassen, mit einem Begleiteffekt: Es liefert zudem Inspirationen und konkrete Anregungen, wie man seine Werbung realisieren kann. Websites und die Social Media Kanäle sind oft wunderbare Vorlagen, ganz gleich, ob man sich den Internetauftritt eines spezialisierten Anbieters anschaut oder analysiert, wie Mitbewerber ihre Werbung gestalten.

Werbemittel als Kommunikationsverstärker und Türöffner

Die Möglichkeit, mit bedruckten Werbeartikeln neue Interessenten auch außerhalb des Internets zu gewinnen bzw. die eigenen Fans zu bestärken, nutzen nicht nur Unternehmen: Vereine, Kommunen, Parteien und einzelne Politiker – jeder kann seine visuelle Präsenz mit individuell auf ihn bezogenen Werbemitteln steigern. Bei manchem Politiker möchte man sagen, er solle lieber mal keine Rede halten, dafür ein paar Werbegeschenke verteilen, damit er bei Wahlen Zustimmung findet. Aber im Ernst: Selbst eine Rede wird intensiver erinnert, wenn sie mit einem kleinen Andenken zum Mitnehmen verbinden kann. Und um Überhaupt ins Gespräch miteinander zu zu kommen, kann eine Werbeartikel ein wunderbarer Türöffner sein.

Bedruckbare Gegenstände erhöhen den lokalen Bezug zum Publikum

Wer etwas tiefer einsteigt in die Psychologie der Werbung, kann bei Menschen besonders hohe Aufmerksamkeit finden. Dabei geht nicht allein darum, Themen zu besetzen und eine Assoziation mit der zu verteilenden Botschaft herzustellen, sondern in der Zielgruppe jeden Einzelnen mit seinen innersten Wünschen und Sehnsüchten abzuholen. Praktisch bedeutet das: Kunden entscheiden sich gewöhnlich für den Anbieter, der am besten zu ihren Bedürfnissen passt, ob diese nun völlig klar sind oder eher im Unbewussten angesiedelt sind. So gesehen sollten sich Werbetreibende nicht scheuen und Berater zu Rate ziehen, die unter wissenschaftlichen Aspekten arbeiten, um dadurch die Werbeausgaben möglichst wirksam einzusetzen. Je mehr Menschen man als Unternehmen, Verein oder politische Partei erreichen möchte, um so stärker zahlt sich das unter Umständen aus.

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  • Zuletzt geändert am 07.06.2019 - 05:31 Uhr
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