Ministerium kommt nach Cottbus

Ministerium kommt nach CottbusCottbus / Chóśebuz, 25. April 2019. Das Brandenburgische Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kultur wird in die in die Niederlausitz nach Cottbus verlegt.
Abbildung: Der Marktplatz in Cottbus

PR, wie sie nur zitiert werden kann

Gern gibt der Weißwasseraner Anzeiger die Pressemitteilung der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH aus Cottbus im Wortlaut wieder:

Behördenumzug in die Lausitz: Offen kommunizieren und konsequent handeln

Verlegung des Brandenburgischen Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kultur in die Lausitz nach Cottbus begrüßen die Menschen der Lausitz und sagen "Herzlich Willkommen!"

Cottbus/24/04/2019. Bevor Fakten im Mahlwerk aus Medienberichten und Meinungsstreit zu Staub werden: Wir, die Lausitz, sind es, um die es geht, wenn eine Behörde in die Lausitz kommen soll, um hier in der Lausitz für uns und das ganze Land zu arbeiten. Als Lebens- und Wirtschaftsregion sagen wir zuallererst: Respekt und ehrliche Anerkennung für die Landesregierung. Es stimmen Richtung und Signal – und für die Lausitz ist jedes dieser Signale richtig. Das ist ein mutiges Bekenntnis zur Lausitz und den Menschen hier, und das freut uns.

Schließlich soll etwas kommen
anstatt dass etwas verschwindet.

Das wissen wir im Sinne von Strukturwandel und -entwicklung zu schätzen. Mit dem Aderlass von Betrieben, Institutionen und Menschen kennen wir uns nämlich seit mindestens dreißig Jahren aus – es hat die Region viel Lebenskraft gekostet.

Und unabhängig vom Timing und der fachlichen Entscheidung an sich, beides ist streitbar - haben wir hier sehr feine Sensoren besonders für die Art, mit uns zu reden. Passiert das überhaupt, und, wenn ja, passiert auch etwas danach? Das ist unser Maßstab. Gemessen daran, muss sich zuerst eines verbessern: Die Kommunikation, und das auf allen Ebenen. Denn natürlich steht zur Diskussion, ob es ein Ministerium und wenn ja, dieses sein muss. Als starkes und stimmigeres Signal hätten wir dabei eher ein Ministerium für Forschung, Innovation und Energie sehr begrüßt. Aber auch über eine andere Institution, wie etwa den Landesrechnungshof, ließe sich unter allen Betroffenen in Ruhe reden.

Am Ende zählt: Gute Ideen bekommen erst dann Beine, wenn darüber die richtigen Worte zur richtigen Zeit gewechselt werden, mit und zwischen allen, die es betrifft: Uns Lausitzern, der Landesregierung, den Menschen im angedachten Ministerium, den Abgeordneten des Brandenburgischen Landtages und auch unseren Freunden in unserer Landeshauptstadt Potsdam. Niemand mag, wenn über seinen Kopf entschieden wird, und wir als Lausitzer schon gar nicht – zu oft wurden auch wir schon vor vollendete Tatsachen gestellt. Und die lassen sich dann nur noch schwer so formen, dass sie genau passen, wie sie es sollen.

Jetzt sind klare Köpfe, kluge Worte und konsequente Taten gefragt. Besonders die müssen, erst recht nach so viel Aufregung, auch geschehen. Wir haben ein Auge darauf – besonders, weil wir als Region gerade lernen, wieder mehr vertrauen zu können, wollen wir nicht enttäuscht werden. Wer auch immer künftig bei uns für die Zukunft und damit auch unserer eigenen hier arbeiten wird: Wir sagen "Herzlich willkommen"!

Teilen Teilen
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel
 
  • Quelle: red | Foto: Sabine_Bends / Sabine Bends, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 24.04.2019 - 22:32 Uhr
  • drucken Seite drucken