Vier Förderprogramme sollen Kleinstunternehmen und Service in Senftenberg weiter voranbringen

Vier Förderprogramme sollen Kleinstunternehmen und Service in Senftenberg weiter voranbringenSenftenberg / Zły Komorow, 8. Januar 2015. Senftenberg zeigt, wie's geht: Wie im Jahr 2014 wird die südbrandenburgische Stadt geplante Investitionen bei Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern im gesamten Stadtgebiet mit einer in Deutschland einmaligen Förderung unterstützen: Die vier kommunalen Förderprogramme richten sich an Kleinstunternehmen, Ärzte, Unternehmensnachfolger und Existenzgründer.

Positive Auswirkungen für Arbeitsplätze erwartet

Die Senftenberger Stadtverordneten haben den Investitionsbedarf dieser Unternehmen in der Stadt erkannt und bereits im Dezember des vergangenen Jahres die vier neuen kommunalen Förderprogramme beschlossen.

Dazu erläuterte jetzt Bürgermeister Andreas Fredrich: "Die Finanzmittel für diese vier Förderprogramme in Höhe von 200.000 Euro werden auch in 2015 im Rahmen einer einfachen, überschaubaren und für die Unternehmen auch sofort nutzbaren Förderrichtlinie abrufbar sein und bei der Erfüllung der gestellten wirtschaftlichen Ziele des Zuwendungsempfängers weiterhelfen. Selbstverständlich werden diese wirtschaftsförderlichen Aktivitäten bei der Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen einen wichtigen Beitrag leisten." In der Tat: Im Vorjahr wurden von den geförderten Unternehmen 29 neue Arbeitsplätze gemeldet.

Neu: Förderprogramm zur Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolger sehen sich oft einem Veränderungsstau gegenüber oder wollen neue Ideen umsetzen. Mit dem neuen Programm kann jede getätigte betriebliche Investition im Zuge einer Unternehmensnachfolge mit einer Fördersumme in Höhe von bis zu 30 Prozent (max. 7.500 Euro) bei einem Mindestinvestitionsvolumen von 2.000 Euro bezuschusst werden.

Investitionszuschuss für Senftenberger Kleinstunternehmen


Am 1. Januar 2015 trat auch das Senftenberger Förderprogramm für gewerbliche Investitionen (Förderanteil max. 30 Prozent) und für die Förderung von Investitionen in Barrierefreiheit (Förderanteil max. 50 Prozent) in Wirkung. Der Förderanteil, dfer von der Stadt Senftenberg erbracht wird, ist auf jeweils höchstens 7.500 Euro begrenzt.

Unterstützung für Ärzteansiedelungen

Die Stadt Senftenberg wird für Ärzte, die sich in Senftenberg niederlassen, einen Investitionskostenzuschuss von jeweils biszu 10.000 Euro für jede Neuansiedlung dringend benötigter Fachärzte gewähren. Aktuell steht die Stadt mit drei Allgemeinmedizinern im engen Kontakt betreffs einer Ansiedlung in Senftenberg.

Komplette Fördersumme von 200.000 Euro geht an die Unternehmen


Die Förderrichtlinien sind leicht verständlich, die übersichtlichen Antragsformulare können von den Gewerbetreibenden und Freiberuflern binnen weniger Minuten ausgefüllt werden - ein deutlicher Vorzug gegenüber der Fördermittelbürokratie anderer Programme.

Wer den Zuwendungsbescheid, der nach Antragstellung zügig binnen nur fünf bis zehn Tagen ausgestellt werden soll, in der Hand hat, kann zeitnah mit seiner vorgesehenen Maßnahme starten. Das geht, weil die Bearbeitung, Genehmigung, Auszahlung und Kontrolle der Fördermöglichkeiten ohne weitere kommunale Finanzmittel und ohne weitere Behörden oder Ingenieurbüros zeitnah von der Stadt Senftenberg selbst erledigt werden. Zur Bewertung der eingegangenen Anträge tagt jede Woche eine Arbeitsgruppe aus Stadtverordneten und Verwaltung.

Informationen, Richtlinien und Anträge:
www.senftenberg.de/Wirtschaft/Förderung

Ansprechpartner:
Frank Neubert, Wirtschaftsförderer der Stadt Senftenberg,
Tel. 03573 - 701-115 oder rund um die Uhr Handy 0162 - 40 07 62

Kommentar:

Da kann man die Stadt Senftenberg nur beglückwünschen, wenn sie das Potential Ihrer Klein- und Kleinstunternehmen ausreizt und dazu auch noch - mittels Geld als Lockstoff für niedergelassene Ärzte - den Gesundheitsservice für ihre Bürger verbessert.

Inhabergeführte Kleinunternehmen, bei denen der Chef oder die Chefin den Arbeitsmarkt nicht belasten, dafür aber Aufträge an andere Dienstleister und Zulieferer vergeben, sind wichtig für das Gewerbeleben in einer Stadt. Nicht zuletzt dienen sie auch den größeren Miittelstandbetrieben als flexible und - dank Selbstausbeutung - oft (zu) preiswerte Dienstleister.

Gerade für Kleinunternehmen ist es schwierig, erste Arbeitsplätze zu schaffen: Zu ungewiss ist meist die Auftragslage, zu hoch der Kostensprung, den die Löhne - Stichwort Mindestlohn - mit sich bringen.

Hier fördernd einzugreifen und Investitionen zu erleichtern ist eine Entscheidung, die sich mittel- und langfristig auszahlt. Daran können sich Landkreise, deren Entwicklungsgesellschaften und Kreisentwicklungen stolz darauf sind, auf Facebook rumzudallern, ein Beispiel nehmen,

meint Ihr Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Kommentar: Fritz Rudolph Stänker | Foto: © Weißwasseraner Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 08.01.2015 - 13:11 Uhr
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