Film "Splitter im Kopf" im Menschenrechtszentrum Cottbus

Film "Splitter im Kopf" im Menschenrechtszentrum CottbusCottbus / Chóśebuz, 26. Januar 2019. "Splitter im Kopf" ist eine Dokumentation des Regisseurs Jürgen Haase, die teils in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus gedreht wurde. Vier politische Gefangene des SED-Regimes kommen zu Wort kommen, die wegen "staatsfeindlicher Hetze", "Republikflucht" oder "schwerer Erziehbarkeit" Wochen und Jahre einsaßen. In der kleinen "DDR" gab es 17 Stasi-Untersuchungsgefängnisse und mehr als 70 Jugendwerkhöfe.
Abbildung: Schild in der Gedenkstätte Cottbus

Nach dem Film Gespräche

Nach dem Film Gespräche

Das Zuchthaus an der Bautzener Straße lag versteckt mitten in Cottbus, umgebende Häuser mit Einblick auf das Gelände waren meist von Stasileuten und Funktionären bewohnt

Von heute auf morgen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt, sie verloren ihre Familien, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz. Die Fotografin Katrin Büchel, der Arzt und Liedermacher Karl-Heinz Bomberg, der Schriftsteller Siegmar Faust und der KfZ-Mechaniker Thomas Hannemann schildern ihre Einweisung und ihre Erfahrungen in der Haft. Sie berichten über die Methoden der physischen und psychischen Repression und deren Folgen: Depressionen, Klaustrophobien, Misstrauen und psychosomatische Störungen.

Bis heute, 30 Jahre nach dem Mauerfall, haben sie an den Spätfolgen ihrer Traumatisierung zu leiden. Ob diese Wunden jemals geheilt werden können, ist fraglich. Trotzdem versucht ein jeder von ihnen, in ein wie auch immer geartetes normales Leben zurückzufinden.

Hingehen!
Donnerstag, 7. Februar 2019, 18 Uhr,
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus

Im Anschluss an dem Film haben die Besucher die Möglichkeit, mit Regisseur Jürgen Haase und zweien der Akteure, Dr. Karl-Heinz Bomberg und Siegmar Faust, ins Gespräch zu kommen.
Besucher sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!


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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 25.01.2019 - 15:16 Uhr
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