Alles Wichtige rund um Gabelzinken für Stapler

Alles Wichtige rund um Gabelzinken für StaplerWeißwasser/O.L. / Běła Woda, 11. November 2021. Gabelstapler? Kennt doch jeder! Dennoch sind die bei Transport-, Umschlag- und Lagerprozessen unverzichtbaren Helfer ein gutes Beispiel dafür, wie Technikinteresse geweckt werden kann, wenn man einmal auf's Detail schaut. Ob der Bildungsweg dann als Gabelstaplerfahrer, Logistiker oder Konstrukteur endet? Unwichtig, Hauptsache, man hat erst einmal Feuer gefangen! Immerhin ist in der Region Weißwasser mit Reinert Logistics einer der Big Player seiner Branche zu Hause.

Wichtig: Einen Gabelstapler bedienen darf nur, wer einen gültigen – kurz Staplerschein genannten – Gabelstaplerführerschein hat

Symbolfoto: Michael Kauer, Pixabay License

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Logistik ohne Gabelstapler? Undenkbar.

Im Bereich der Intralogistik zählen Gabelstapler zu den am häufigsten eingesetzten Flurförderzeugen. Egal, ob Beladen und Entladen von Ware, das Verräumen oder der Transport von Gütern – Gabelstapler können im Betrieb sehr vielseitig eingesetzt werden und ermöglichen effiziente Arbeitsabläufe. Eines der wichtigsten Bauteile dieser Flurförderzeuge sind die beiden Gabelzinken. Erst durch sie können die Stapler Paletten, Gitterboxen sowie andere unterfahrbare Lasten aufnehmen.

Für viele Arbeitsbereiche sind die serienmäßig montierten Gabelzinken ausreichend. Es gibt jedoch einige Transportsituationen, die Sonderlösungen verlangen. Die großen Anbieter haben dementsprechend ein breites Sortiment an Gabelzinken für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke im Angebot. Welche Varianten es gibt und worauf zu achten ist, hat sich der Weißwasseraner Anzeiger angeschaut.

Qualitätskriterien für Gabelzinken

Gabelzinken müssen im täglichen Dauereinsatz in der Logistikbranche großen Belastungen standhalten und selbst schwere Lasten sicher transportieren können. Qualitativ hochwertige Produkte erkennt man daher unter anderem daran, dass die Gabelzinken an durch Biege- oder Scherkräfte hochbeanspruchten Stellen sowie an Verschleißstellen materialverstärkt sind. Dadurch sind sie deutlich robuster sowie extrem biegesteif und haben somit eine längere Lebensdauer.

Bei der Herstellung setzen einige Anbieter zudem auf eine spezielle Wärmebehandlung, die sogenannte Vergütung. Durch den Vergütungsprozess schon während der Produktion werden die Gabelzinken in der Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit besonders tragfähig.

Damit die zu transportierende Ware stabil aufliegt, muss sie optimal auf den Zinken verteilt sein. Um zu verhindern, dass die Ladung beim Transport seitlich kippen kann, sind hochwertige Gabelzinken mit einer breiten Zinkenaufhängung ausgestattet.

Unterschiedliches Material je nach Einsatzbereich

Standardmäßig sind Gabelzinken in aller Regel mit einer Pulverbeschichtung versehen. Dieses Beschichtungsverfahren funktioniert so, dass die Oberfläche der zu schützenden Fahrzeugkomponenten, in diesem Fall die Gabelzinken, mit Pulverlack beschichtet werden. Zuvor müssen die Zinken gereinigt und vorbehandelt werden. Anschließend kommt eine Applikationsanlage zum Einsatz, um das Pulver aufzubringen. Dazu wird bei elektrisch leitfähigen Metallteilen der elektrostatische Effekt genutzt, bei dem das Pulver vom Werkstück regelrecht angezogen wird und sich dadurch lückenlos und gleichmäßig verteilt. Bei Temperaturen von bis zu 250 Grad wird es dann in die Oberfläche eingebrannt. In der Fachsprache wird dieser Vorgang als Vernetzung bezeichnet.

Neben pulverbeschichteten Gabelzinken werden alternativ auch solche mit Edelstahlummantelung angeboten. Insbesondere dann, wenn Gabelstapler in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen, ist diese Variante geeignet. Logisch. Wo Lebensmittel be- und entladen oder diese transportiert werden, herrschen strenge Hygienevorschriften. Deshalb sind Gabelzinken mit Edelstahlummantelung im Normalfall nicht lackiert, damit sie jederzeit optimal hygienisch gereinigt werden können. Zudem ist Edelstahl sehr korrosionsbeständig und braucht keine zusätzliche Beschichtung, die sich im Laufe der Zeit abreiben könnte. Das eine Grundvoraussetzung für den Transport von Lebensmitteln, damit diese auf keinen Fall mit Rost oder etwa Farbpartikeln in Berührung kommen und verunreinigt werden.

Gabelzinken mit ISO-Aufhängung

Der aktuelle Standard, um Gabelzinken sicher am Staplergerüst zu befestigen, ist die sogenannte ISO-Aufhängung, die belastungs- und schweißtechnisch optimiert ist. Das Schweißen der Aufhängungen ist ein wesentlicher sicherheitsrelevanter Prozess der Gabelzinken-Fertigung. Daher wird in der Regel jeder Schweißer ausführlich geschult und regelmäßig anhand von Schweißproben kontrolliert, um den Qualitätsstandard in der Fertigung zu gewährleisten.

Die Montage erfolgt mit Hilfe von Gabelhaken. Diese werden auf den Gabelträger aufgeschoben. Ein charakteristisches Merkmal ist dabei die Abschrägung des Gabelhakens im 20 Grad Winkel. Im Bereich der Hakenaufhängung von Gabelzinken gibt es noch eine weitere Variante: die DIN-Aufhängung. An älteren und größeren Maschinen – zum Beispiel an Bau- und Landmaschinen – sind solche DIN-Gabelzinken häufig zu finden. Der Unterschied zur ISO-Aufhängung liegt im Winkel, denn dieser beträgt bei der DIN-Aufhängung 90 statt 20 Grad.

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  • Quelle: red | Foto: emkanicepic / Michael Kauer, Pixabay License
  • Erstellt am 11.11.2021 - 14:42Uhr | Zuletzt geändert am 11.11.2021 - 15:46Uhr
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