Inbound Marketing: Der Konkurrenz einen Schritt voraus

Inbound Marketing: Der Konkurrenz einen Schritt vorausWeißwasser / Běła Woda, 5. September 2019. Klassische Werbung ist längst nicht mehr so effizient, wie sie einmal war. Mit der gestiegenen Anzahl der einzelnen Werbekanäle vor allem in Online Bereich sinkt oftmals zugleich deren Wirksamkeit, die umworbenen Kunden dagegen sehen sich einem nervenden Werbe-Dauerfeuer ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund setzt sich die Strategie des Inbound Marketings immer stärker durch. Im Zuge des anstehenden Strukturwandels, der die Region Weißwasser nach den Umbrüchen der Neunzigerjahre nochmals heftig verändern wird, wird es zu neuen Wirtschafts- wie auch Kundenstrukturen kommen. Der Weißwasseraner Anzeiger erklärt deshalb, worum es bei dieser modernen Marketingmethode geht.
Abbildung oben: Strukturwandel ist für Weißwasser nicht Unbekanntes. Gerade deshalb ist es notwendig, den Braunkohleausstieg nicht nur sozial abzufedern, sondern neue Wirtschaftsstrukturen gezielt aufzubauen.

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Marketing im Wandel der Zeit

Marketing im Wandel der Zeit

Diese Vergangenheit hat Weißwasser hinter sich. Obgleich sich die Einwohnerzahl seit 1990 mehr als halbiert hat, machen engagierte Leute die Stadt lebenswert.

Flyer im Briefkasten, aufpoppende Werbebanner – all dies wird von potenziellen Kunden eher belästigend als sinnvoll wahrgenommen. Gleichzeitig sind diese immer wieder Methoden ineffizient, weil die Zielgruppe nicht spezifisch genug angesprochen wird. Mit dem Inbound Marketing ist eine Methode vor einigen Jahren hinzugekommen, die genau diese Probleme zu lösen scheint. Doch was genau ist Inbound Marketing?

Beim Inbound Marketing hat vieles mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) von Webauftritten zu tun, denn bei dieser Methode wird nicht aktiv geworben. Vielmehr wird versucht mit gutem Content, zum Beispiels mit Hilfe eines Blogs, den Besucher dazu zu bringen, dass er selbst den Anbieter findet und auf dessen Website aktiv wird.

Werbeeinblendungen und besonders auffällige Banner werden von Nutzern oftmals mit aggressiver Werbung, die schädlich sein, kann in Verbindung gebracht und ein Großteil blendet diese mittlerweile mit Hilfe von AdBlockern einfach aus. Unternehmen müssen bedenken, dass sich nicht nur das Marketing an sich, sondern auch das Nutzerverhalten verändert hat. Menschen möchten im Internet nach Informationen suchen, ohne ständig von Werbeeinblendungen gestört zu werden. Mit qualitativ hochwertigem Content kann ein Unternehmen viel mehr erreichen als mit unzähligen Werbebannern.

Wie funktioniert Inbound Marketing?

Grundlegend geht es beim Inbound Marketing darum, dass der Nutzer die Website bzw. das Unternehmen von selbst findet. Dies geschieht primär über qualitativ hochwertigen Content, welcher über Magazine oder Blogs veröffentlicht wird.

Diese Seiten müssen so optimiert werden, dass sie für die primären Suchbegriffe bei Google auf den vordersten Plätzen positioniert werden. Somit werden sie von Nutzern schneller gefunden. Dann muss nur noch der Inhalt stimmen, damit die Nutzer wiederkommen und im besten Fall ihre Kontaktdaten hinterlassen.

"Für Unternehmen ist es in vielen Fällen entscheidend, bereits vor dem Kauf oder der Bitte um ein Angebot den Kontakt zum Kunden aufzubauen und diesen auch nach dem Kauf weiterzuführen", weiß der Markersdorfer Unternehmensberater Thomas Beier. Oft erhoffte kurzfristige Werbeeffekte seien seiner Meinung nach nur mit Aktionsangeboten erzielbar. "Wer sich in seinem Markt als Platzhirsch etablieren will, braucht eine Fan-Gemeinde, die zu ihrem Anbieter steht", betont Beier. Am einfachsten gehe der Aufbau einer wertvollen Beziehungen zu jedem einzelnen Kunden oder Interessenten per E-Mail, am besten durch den Versand personalisierter Newsletter mit hochwertigem und nützlichem Inhalt.

So erhält man legal nutzbare E-Mail-Adressen

Die gängigste Methoden, um die Mailadresse und weitere Daten eines Nutzers zu erhalten, sind der "Call to Action"-Button oder ein Formular. Um den Anreiz zu steigern, diese Möglichkeiten zu nutzen, sollte man dem potenziellen Kunden eine Gegenleistung anbieten. Dazu reichen Kleinigkeiten wie eine gratis verschickte PDF-Datei mit nützlichen Informationen vollkommen aus. Hat der Interessent zugestimmt, ist es möglich, regelmäßige Newsletter zu versenden. Fand der Nutzer den ersten Artikel gut oder ist sogar begeistert, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkommen und die Seite des Anbieters eventuell sogar in den sozialen Netzwerken mit seinen Freunden teilen.

Das Interesse der Leser bedienen

Entscheidend: Beim Content, den Inhalt der online verfügbaren Artikel, muss im Hinterkopf immer der Gedanke sein, dass der Leser resp. die Leserin im Mittelpunkt steht und nicht das Produkt – der Text darf absolut keine Werbung enthalten. Mit Hilfe von Bildern und Videos können die Texte zusätzlich noch mit visuellen Inhalten aufgewertet werden, was es für den Leser noch angenehmer macht und gleichzeitig die Verweildauer auf der Seite erhöht, was wiederum dem Ranking der Website in den Suchmaschinen-Ergebnissen zugute kommen kann.

Interessant ist das auch für Kommunen. Im Landkreis Görlitz haben beispielsweise die Stadt Görlitz und Markersdorf mit seiner 1. September 2019 online gegangenen überarbeiteten Homepage Markersdorf erkannt, dass hochwertiger Inhalt in Kombination mit der Anpassung an Mobilgeräte das Interesse an den Webseiten ungemein steigert. Auch Zittau liefert mit seinem Webauftritt zur Kulturhauptstadt-Bewerbung ein modernes Beispiel.

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  • Quelle: red | Fotos: Weißwasseraner Anzeiger
  • Erstellt am 05.09.2019 - 08:02Uhr | Zuletzt geändert am 05.09.2019 - 09:16Uhr
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