Breitband-Internet im Norden des Landkreises Görlitz in Betrieb genommen

Breitband-Internet im Norden des Landkreises Görlitz in Betrieb genommenLandkreis Görlitz, 16. Januar 2023. Am vergangenen Freitag, das war der 13., hat der Görlitzer Landrat Dr. Stephan Meyer gemeinsam mit den Bürgermeistern und Vertretern der Cluster 4 (Rothenburg und Hähnichen), Cluster 6 (Boxberg/O.L. und Kreba-Neudorf), Cluster 7 (Weißwasser, Weißkeißel, Krauschwitz, Gablenz und Bad Muskau) und Cluster 9 (Niesky) den Abschluss der Breitbandarbeiten auf dem Gelände der Lorenz Nuss GmbH in Kreba-Neudorf feierlich gewürdigt.

Abb.: Bilder, wie sie während der Coronapandemie undenkbar gewesen wären: Hand auf Hand! V.l.n.r: Der Konzernbevollmächtigte der Telekom Axel Wenzke, Landrat Dr. Stephan Meyer, der Bürgermeister von Kreba-Neudorf Dirk Naumburger, die Regionalverantwortliche Dr. Melanie Hentsche von PricewaterhouseCoopers, der Abteilungsleiter für Digitalisierung im Sächsischen Wirtschaftsministerium Dr. Dirk Orlamünder

Foto: © Landratsamt Görlitz

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Cluster 4, 6, 7 und 9 im nördlichen Teil des Landkreises Görlitz fertig

Dabei war auch der Konzernbevollmächtige der Telekom Deutschland GnbH für die Region Ost Axel Wenzke; die Telekom hat den Ausbau in den Clustern 4, 6, 7 und 9 realisiert. Auch Dr. Dirk Orlamünder vom Sächsischen Staatsministerium für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr – in Vertretung für den Digitalminister Martin Dulig – und Wilfried Kühner vom Sächsischen Staatsministeriums für Kultus haben es sich nicht nehmen lassen, dabeizusein.

3.100 Haushalte können nun Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde nutzen, für Gewerbetreibende liegt die Oberkante bei einem Gbit pro Sekunde. Investitert wurden knapp 25,4 Millionen Euro, die teils durch Fördermittel des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landkreises Görlitz bezahlt wurden. Insgesamt wurden 293 Kilometer Tiefbau realisiert und 1.165 Kilometer Glasfaser verlegt.

In dem Gebiet konnte für 242 Unternehmen, drei Krankhäuser und 24 Schulen ein Glasfaseranschluss errichtet werden. Damit haben nunmehr Schulen die Möglichkeit, die mit Mitteln des "Digitalpakts Schule" angeschaffte Technik vollumfänglich zu nutzen.

Dr. Dirk Orlamünder, Abteilungsleiter für Digitalisierung im Sächsischen Wirtschaftsministerium: "Wir als Staatsregierung haben in den vergangenen Jahren viel Geld in den Breitbandausbau investiert. Aus gutem Grund, denn ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist Voraussetzung dafür, dass Unternehmen wettbewerbsfähig und unsere Städte und Gemeinden lebenswert bleiben – gerade in eher ländlich geprägten Regionen. In Digitalisierung zu investieren heißt deswegen, auch in die Zukunft zu investieren."

Landrat Dr. Stephan Meyer ging nioch etwas mehr ins Detail: "Mit der feierlichen Inbetriebnahme der vier Breitbandausbaucluster ist ein wichtiger Meilenstein für die Anbindung des Landkreises Görlitz an das schnelle Internet erreicht. Der Ausbau ist gleichrangig wie Schienen- und Straßenbaumaßnahmen ganz eng mit der Strukturentwicklung in der Oberlausitz verbunden, um den Menschen Arbeits- und Lebensbedingungen in einer sich verändernden Arbeitswelt zu eröffnen. Hierbei punktet der Landkreis Görlitz mit Lebensqualität und gleichzeitigen Möglichkeiten für digitales Arbeiten im ländlichen Raum. Auch für die touristische Erschließung unseres Seenlandes ist der Breitbandausbau eine wichtige Voraussetzung und schließt die bisherige Lücke. Ich danke insbesondere den Baufirmen und Planungsbüros, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kommunen sowie der Telekom Deutschland GmbH für das lösungsorientierte Zusammenwirken, um den Breitbandausbau zu realisieren."

Axel Wenzke, Konzernbevollmächtigter der Telekom, nurtze die Gelegenheit, ein wenig zu trommeln: "Damit die schnellen Geschwindigkeiten auch im WLAN zu Hause ankommen, muss ein Glasfaser-Tarif gebucht werden. Wer sich noch nicht für einen Glasfasertarif entschieden hat, kann dies online, telefonisch oder im Fachhandel tun."

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie der Freistaat Sachsen fördern den Breitbandausbau im Rahmen der sogenannten "Wirtschaftlichkeitslücke". Diese Ausbauinitiative richtet sich speziell an Adressen, bei denen Datenraten von weniger als 30 Mbit pro s anliegen. Sie gelten damit als unterversorgt. Mit dem Ausbau sind dann bis zu 1.000 Mbit/s verfügbar. Die Ausbauarbeiten starteten im Sommer 2020 und wurden termingerecht abgeschlossen.

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  • Quelle: red | Foto: © Landratsamt Görlitz
  • Erstellt am 16.01.2023 - 16:27Uhr | Zuletzt geändert am 16.01.2023 - 16:46Uhr
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