Welpen – als könnten sie kein Wässerchen trüben...

Welpen – als könnten sie kein Wässerchen trüben...Weißwasser/O.L. / Běła Woda, 13. August 2021. Von Tina Beier. Und das stimmt ja auch: Welpen sind niedlich, aber auch neugierig, sie wollen alles erkunden und erforschen. Das sollen und müssen sie auch, doch wie bei Kleinkindern sollte man sie nicht unbeobachtet lassen. Putzmittel und Chemikalien etwa müssen außer Reichweite gebracht werden, sonst kann es für die Tiere gefährlich werden.

Abb.: Redaktionshund Rudi Rabauke beim Kampf mit seiner Wasserschüssel

Foto: © BeierMedia.de

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Der Kau- und Knabberdrang junger Hunde scheint schier unerschöpflich

Der Kau- und Knabberdrang junger Hunde scheint schier unerschöpflich

Mein Schwein, mein Stofftier, mein Stuhl und natürlich ist das auch mein Knochen! Sein Stuhl?!

Foto: © BeierMedia.de

Thema: Ratgeber

Ratgeber

Guter Rat muss nicht teuer sein, kann aber teure Erfahrungen ersparen. Ratschläge und Tipps aus Wirtschaft, Finanzen, Heimwerken, Haushalt, Gesundheit und Ernährung, Erziehung und zum Verhalten.

Im Fall des abgebildeten angeknabberten Stuhles tritt keine Hundehaftpflichtversicherung ein, denn handelt sich um das Eigentum des Hundebesitzers und nicht um etwaiges Fremdeigentum, bei dem ein Versicherungsschaden geltend gemacht werden könnte.

Werden Möbel angeknabbert, hilft nur eines: Stets sollte man als Besitzer eines jungen Hundes – Tiere werden gern im Weißwasseraner Anzeiger annonciert – eine gefaltete Zeitung parat haben. Nicht um dem Hund damit eins hinter die Löffel zu geben, wie Tiertrainer das empfehlen, sondern hier sollte der Besitzer dieses kaufreudigen Tieres sich damit selbst auf den Rücken schlagen! Warum? Er hat nicht aufgepasst und kann den Hund nicht für etwas bestrafen, was vielleicht schon Stunden zurückliegt. Der Hund kann nur dann zurechtgewiesen werden, wenn man ihn auf frischer Tat ertappt. Aber dann hilft auch ein lautes Nein! Pfui! Die Zurechtweisung durch die Zeitung ist in diesem Fall einzig und allein für den Hundehalter vorbehalten.

Richtig reagieren

Ein junger Hund ist nicht zerstörungswütig, er spielt und erforscht nur seine Umgebung. Und wenn der Zahnwechsel kommt, kann man gar nicht genug Knabberspielzeug kaufen, damit er nicht die Schuhe in sein Körbchen trägt und sie auch noch zerkaut! Denn das Tier unterscheidet nicht zwischen Herrchens alten Gartenschlappen und Frauchens neuen und wunderschönen rot/weiß karierten High Heels, leider.

Hier hilft tatsächlich ein kleiner Klapps mit der Zeitung und ihn in kurzen und deutlichen Worten zurechtzuweisen, nachdem man ihm die Schuhe abgenommen hat. Anschließend sollte man den Raum verlassen, ihn für eine kurze Zeit ignorieren, aber nicht zu lange, denn für einen Hund ist das die schlimmste Strafe. Also tief durchatmen, die vielleicht aufkommenden Tränen zurückhalten und sich dann wieder mit ihm versöhnen.

Aber es gibt Hoffnung!

Die Hoffnung beruht darauf, dass der Hund älter wird und dann vielleicht sogar gut erzogen ist. Ist das Welpenalter endlich durchstanden, atmet die ganze Familie auf. Trotz alledem lohnt es sich, Zeit und Arbeit in das Tier zu investieren, denn keiner möchte seinen Hund je wieder hergeben oder missen – schließlich gehört er zur Familie.

Unbedingt nötig für einen Welpen

Jeder Hund braucht einen ruhigen Schlafplatz. Für Welpen geeignetes Futter muss besorgt werden. Außerdem muss jeder Hund bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung angemeldet werden, wo für ihn eine Steuermarke ausgegeben wird.

Sofort sollte man als frischgebackener Hundebesitzer – und dazu rät jeder erfahrene Hundehalter – eine Versicherung für die Hundehaftpflicht abschließen. Zwar ist das in Sachsen kein Pflicht, sollte aber dennoch wirklich unverzüglich erledigt werden, denn Schaden kann gerade ein junger Hund jederzeit verursachen und nicht nur, wenn er einmal ausbüxt oder sich von der Leine reißt. Man will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber er könnte vor ein Fahrrad oder ein Auto laufen und schon die Reaktion des Fahrers kann einen unbeherrschbar großen Schaden verursachen, auch wenn dem Tier selbst dabei vielleicht gar nichts passiert.

Hund im Auto

Wer den Hund im Auto mitnehmen und ihm nicht den gesamten, vom Fahrgastraum mit Sicherheitsnetz oder -gitter abgetrennten Kofferraum zur Verfügung stellen will, sollte eine sichere Transportbox anschaffen. Nicht allein nur wegen der rund 35 Euro kostenden Verwarnung, wenn man mit einem ungesicherten Hund im Auto vom Freund und Helfer erwischt wird, die Box dient vielmehr wirklich der Sicherheit für Mensch und Tier.

Mit der Zeit betrachtet der Hund die Box als seinen geschützten Raum. Übernachtet man außerhalb, kommt die Box mit ins Haus und der Hund kann in gewohnter Umgebung schlafen.

Geld für die Hundegesundheit einplanen

Ob eine Krankenversicherung für Hunde abgeschlossen wird, bleibt jedem Besitzer selbst überlassen. Die Entscheidung, ob bestimmte Gesundheitsrisiken für das Tier finanziell abgesichert werden sollen, will gut überlegt sein. Ist der Hund durch und durch gesund, kann man für eventuell später entstehende Behandlungskosten Geld ansparen.

Einkalkulieren muss man ein Budget für den Tierarzt, dem das Tier regelmäßig vorgestellt werden sollte, in jedem Falle. Nicht nur interessant, sondern wirklich wichtig ist es, den Verkäufer eines Welpen über den Gesundheitszustand der Eltern des Tieres zu befragen – viele Krankheiten und gesundheitliche Beeinträchtigungen vererben sich ja bekanntlich.

Der Spaß wiegt alles auf

Alles in allem ist am Anfang mit einigen Anschaffungskosten zu rechnen, aber es lohnt sich, wenn man sich gut auf das Tier vorbereitet. Vorbereiten sollte sich übrigens die ganze Familie, gegebenenfalls auch Freunde, die häufig zu Besuch sind. Anders gesagt: Vor allem, wenn man keine Erfahrungen mit einem Hund hat, sollte man von einer spontanen Anschaffung absehen.

Sind aber alle gut vorbereitet und kommt der kleine Vierbeiner dann ins Haus, macht er der ganzen Familie viel Freude. Und nicht zu vergessen die Spaziergänge und Ausflüge, die mit ihm unternommen werden und der Gesundheit dienen: Hundehalter, die ihren Vierbeiner regelmäßig ausführen, leben erwiesenermaßen länger.

Tipp:
Weitere Informationen erhält man beim Deutschen Tierschutzbund e.V.. Der hat eine Broschüre herausgegeben über die Anschaffung und Haltung von Hunden.

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  • Erstellt am 13.08.2021 - 07:06Uhr | Zuletzt geändert am 13.08.2021 - 09:00Uhr
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