Schloss Königshain zeigt Reinhard Roy

Schloss Königshain zeigt Reinhard RoyKlitten / Klětno | Königshain, 2. Juli 2018. Noch bis zum 2. September wird auf Schloss Königshain aus Anlass des 70. Geburtstages des Malers und Bildhauers Reinhard Roy die retrospektive Ausstellung "vom punkt zum objekt" gezeigt. Der Görlitzer Landrat und Stiftungsvorstand der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz Bernd Lange hatte die Werkschau am gestrigen Sonntag eröffnet.

Vom Arbeiter zum international erfolgreichen Künstler

Vom Arbeiter zum international erfolgreichen Künstler

Reinhard Roy

Der aus Klitten stammende Roy hatte im Waggonbau Niesky Dreher gelernt und in der Industrie gearbeitet, bevor er von 1969 bis 1974 an der Burg, wie die renommierte Hochschule für Kunst und Gestaltung in Halle an der Saale - Burg Giebichenstein kurz genannt wird, studierte und sein Diplom machte. 1976 gewann er einen Preis des Amts für Formgestaltung Berlin, wo er von 1979 bis 1983 arbeitete.

Seit 1983 lebt Roy in Frankfurt am Main, 1987 erhielt er den Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis für Malerei und Graphik der Deutschen Kahnweiler Stiftung. In der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre hatte Roy den Lehrauftrag "Farbe und Gestaltung" an der FH Wiesbaden. Roys Arbeiten befinden sich in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen.

Kennzeichnend für Roy ist seit 1986 das Raster, über das er sagt: "Das Raster hat sich als Element zum Identifikations- und Ausdrucksmittel meiner Arbeit entwickelt. Als eine in beliebige Richtungen erweiterbare Struktur nutze ich es in einem weiten Spektrum für die Kunst. So erreiche ich mit ihm beispielsweise räumliche Wirkungen auf der Fläche durch die Variation des Abstandes der Rasterpunkte auf unterschiedlichen Farbgründen. Die Überlagerung einer monochromen Ebene mit einer homogenen Rasterstruktur, dessen Verschiebung und Drehung, führen dann zu weiteren Schritten aus der Zweidimensionalität. Die aus der Kreisfläche oder der Ellipse abgeleiteten Großformen erzielen ihre Wirkung zunächst durch ihre voluminöse Kraft. Das Raster als Perforation oder haptisch aufgetragen, betont und steigert hier die dritte Dimension."

Roy zählt zu jenen Künstlern, die sich mit einem breiten Bereich der bildenden Künste beschäftigt haben. So widmete er sich neben der Malerei und Bildhauerei auch der Architektur, der Fotografie und dem Design.

Prädikat: Unbedingt angucken!
Bis zum 2. September 2018,
Schloss Königshain, 02829 Königshain, Dorfstraße.

Öffnungszeiten:
- dienstags bis donnerstags von 11 bis 15 Uhr
- sonnabends, sonntags, feiertags von 14 bis 17 Uhr

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  • Quelle: red | Foto: Johanna Moraweg
  • Zuletzt geändert am 02.07.2018 - 10:47 Uhr
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