Wasserpegel im Großräschener See hat 99 Meter geknackt

Wasserpegel im Großräschener See hat 99 Meter geknacktSenftenberg / Zły Komorow | Großräschen / Rań, 22. März 2018. Nicht etwa um 99 Meter Wassertiefe geht es: Der Wasserspiegel des entstehenden Großräschener Sees liegt jetzt bei 99 Metern NHN. NHN bedeutet Normalhöhennull und ist das um das Schwerefeld der Erde korrigierte Normalnull (NN). War am 15. März 2018 noch ein Pegel von 98,99 Metern NHN zu verzeichnen, ist der Bergbaufolgesee nun dank der Flutung durch den Bergbausanierer LMBV schon über die magische Zahl angestiegen.
Abbildung oben: Die Seebrücke in Großräschen Mitte Januar 2018

Flachwasserzonen-Massenabtrag mit Schwimmbagger ab April 2018 geplant

Flachwasserzonen-Massenabtrag mit Schwimmbagger ab April 2018 geplant

Alles noch trocken: Im Jahr 2005 an der Großräschener Seebrücke

Zwischen einem und 1,4 Kubikmeter Flutungswasser werden aktuell in das Restloch des Tagebaus Meuro eingeleitet. Seit Jahresanfang seien schon rund acht Millionen Kubikmeter dem zugeleitet worden, so die Leiterin der Flutungszentrale der LMBV Doris Mischke.

Die Flutung des Großräschener Sees war im Jahr 2007 von den LMBV-Bergbausanierern gestartet worden. Damals lag am 15. März 2007 die Sohle des Tosbeckens des Zuleiters bei 62,50 Metern NHN, die tiefste Stelle im Restloch befand sich jedoch auf einem Höhenniveau von 51,55 Metern NHN. In den vergangenen elf Jahren stieg damit der Wasserspiegel bis heute schon um mehr als 47,5 Meter an. Als unterer Zielwasserstand soll in den kommenden Wochen zunächst die Marke von 100,00 Metern NHN angefahren.

"Ab April wird die LMBV schwimmende Technik auf dem See zum Einsatz bringen, um eine durchgehende Freiwasserlamelle sicherzustellen", kündigte Michael Matthes, zuständiger LMBV-Sanierungsabteilungsleiter, an. Dazu müssen einerseits noch rund 160.000 Kubikmeter Massen aus Flachzonen umgelagert beziehungsweise verspült werden und anderseits auch Totholz von Anflug-Gehölzen und Bäumen vom Wasser aus sicher beseitigt werden. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Dezember 2018 abgeschlossen sein.

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