Pianisten-Schreck anders gesehen

Pianisten-Schreck anders gesehenCottbus / Chosebuz. Zu den grandiosen Folterknechten der Klavierschüler zählen die Komponisten Hanon und Czerny. Ausgerechnet die Etüden dieses Carl Czerny (1791 - 1857) finden in einem Klavier-Vortrags-Abend an der Hochschule Lausitz besondere Beachtung. Das wird interessant.

Klavier-Vortrags-Abend an der Hochschule Lausitz in Cottbus

Klavier-Vortrags-Abend an der Hochschule Lausitz in Cottbus

Veronika Glemser und Prof. Wolfgang Glemser. Foto: Annekathrin Rössel
Ganz oben: Prof. Wolfgang Glemser. Foto: Hochschule Lausitz

Veronika Glemser und Professor Wolfgang Glemser sind Dozenten der Klavierklassen an der Hochschule Lausitz in Cottbus und veranstalten den besonderen Klavierabend - einen besonderen, da Studenten neben barocken, klassischen und romantischen Werken auch eine größere Gruppe von Czerny-Etüden zu Gehör bringen werden.

Professor Glemser wirbt dafür: "Czernys Etüden gelten als Pianisten-Schreck: langweilig, schwer, unattraktiv. Viele junge Pianisten sind durch diese Übungsstücke für angehende Virtuosen schon vom Klavierspiel überhaupt abgehalten worden. Aber viele dieser Studien - besonders die schwereren, zu denen man erst später käme - sind überaus reizvolle Kabinettstückchen, die zu spielen und hören richtig Spaß macht.“

Aus der "Kunst der Fingerfertigkeit" Opus 740 werden die attraktivsten und für die Ausbildung auch nützlichsten Stücke vorgetragen, dazu Klaviermusik aller Epochen.

Hingehen!
Mittwoch, 9. Januar 2013, 19:30 Uhr,
Konzertsaal im Gebäude 7
auf dem Campus in der Lipezker Straße 47, Cottbus.

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Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Folterknechte beim Namen genannt

Von Franz Gramen am 13.01.2013 - 14:59Uhr
Stimmt, die "Schule der Geläufigkeit" von Hanon ist mir als "Folter" bestens in Erinnerung, ebenso wie die Czerny-Etüden und auch der Diabelli - allerdings hatte der noch am ehesten Spaß gemacht.

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  • Quelle: red | Fotos: Annekathrin Rössel und Hochschule Lausitz
  • Zuletzt geändert am 08.01.2013 - 23:47 Uhr
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