Fahrzeugtreffen im Zuchthaus Cottbus

Fahrzeugtreffen im Zuchthaus CottbusCottbus / Chóśebuz, 28. September 2017. Am Tag der Deutschen Einheit findet das dritte Treffen historischer Fahrzeuge in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus statt. Erwartet werden mehrere hundert Fahrzeuge aus nah und fern. Das Fahrzeugtreffen findet mit Unterstützung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) – Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. statt. Ein Programm aus Führungen durch die Gedenkstätte, Gesprächen mit früheren politischen Häftlingen, Filmvorführungen, Klettern an der Kletterwand und weiteren Attraktionen macht den Feiertag zu einem Erlebnistag.
Abbildung oben: Gedenkstein im früheren Zuchthaus Cottbus, in dem von der SED politische Häftlinge konzentriert wurden.


Zuchthaus Cottbus – ein zukunftsgewandter Ort deutscher Geschichte

Zuchthaus Cottbus – ein zukunftsgewandter Ort deutscher Geschichte

Die Daueraustellung des Menschenrechtszentrums Cottbus bewahrt nicht nur die Umstände und Folgen politischer Haft, sondern ist stark zukunftsgerichtet und gibt jungen Leuten Orientierung.

Der Tag der Deutschen Einheit bietet Anlass, über die Teilung, die Zeit der beiden deutschen Staaten und die Wiedervereinigung nachzudenken.

Wähend des Fahrzeugtreffens wird um 11 Uhr die Fotoausstellung "Zeitfenster" des Fotografen Klaus-Dieter Lehmann eröffnet. In den 20 Aufnahmen hat er aktuelle, aber nostalgisch wirkende Momente in den verlassenen Gebäuden des Gedenkstättenkomplexes, der heute das Menschenrechtszentrum Cottbus beherbergt, eingefangen. Ein großer Teil des ehemaligen Gefängnisareals ist in einem ruinösen Zustand und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Teilweise sind die Gebäude baufällig, denn es regnet und schneit hinein. Inmitten der herabgefallenen Putzbrocken, verrosteten Lampen und vom Vandalismus der früheren Jahre zerstörten Sanitärinstallationen hat das Leben seinen Weg erkämpft. Farne, Moos, Efeu, aber auch Holunderpflanzen wachsen aus dem Boden, unter den kaputten Dächern und an den Wänden.

20 Millionen Euro, die allerdings nicht in Sicht sind, würde man brauchen, um die fünf Einzelgebäude, die beiden Gebäudetrakte, drei Wachtürme und die 500 Meter Mauer zu sanieren. So zeigen die Fotografien von Klaus-Dieter Lehmann die Ist-Situation vor einer möglichen Sanierung und dienen als Mahnung für den dringenden Erhalt dieses Teils der deutschen Geschichte. Als Folge der Friedlichen Revolution von 1989 hatten frühere Gefangene des Zuchthauses Cottbus dieses über einen von ihnen gegründeten Verein gekauft, ein wohl weltweit einmaliger Vorgang.

Hingehen!
Dienstag, 3. Oktober 2017, von 10 bis 17 Uhr,
Menschenrechtszentrum Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus.
Eintritt an diesem Tag für alle Angebote fünf Euro, Kinder unter 12 Jahren frei.

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 28.09.2017 - 13:47 Uhr
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