Wer sitzt denn da am Küchentisch?

Weißwasser / Běła Woda, 6. September 2016. Mit seiner Küchentisch-Strategie hatte Martin Dulig (SPD) bei den letzten Landtagswahlen gute Erfahrungen gesammelt. Jetzt hat die Partei die Idee aufgegriffen und ist mit der SPD-Küchentischtour auf Tournee gegangen. Übermorgen steht dieser Küchentisch in Weißwasser/O.L. und damit zum ersten Mal im Landkreis Görlitz. Serviert werden sollen ehrliche Fragen und Antworten.

SPD auf Küchentischtour

Mit den Weißwasseranerrinen und Weißwasseranern an einem Tisch sitzen möchten gern der SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig, die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, der SPD-Landtagsabgeordnete im Kreis Görlitz, Thomas Baum, und der Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser, Torsten Pötzsch.

Dulig will mit der Küchentischtour das Wahlvolk bei den Fragen abholen, von denen es bewegt wird: "Ehrliche Gespräche, schwierige Fragen und ein Austausch auf Augenhöhe - dafür steht mein Küchentisch. Er ist meine Einladung an die Sächsinnen und Sachsen, mit mir und der SPD offen und sachlich ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel darüber, was in der Lausitz passiert, wenn irgendwann keine Braunkohle mehr abgebaut wird - und wie der Weg bis dahin aussieht. Andere wollen wissen, was ihnen im Alter bleibt oder wie wir die Flüchtlinge in Sachsen integrieren können. Nicht alle profitieren von der guten wirtschaftlichen Lage im Freistaat. Aber auch andere Themen sollen ihren Platz am Tisch finden. Denn die Weißwasserinnen und Weißwasserer werden mit ihren Themen den Abend gestalten."

Gemeinsam mit den Gästen will Dulig am Tisch Antworten geben, Lösungen diskutieren und so der Verunsicherung Vertrauen entgegen setzen: "Wir laden Interessierte recht herzlich zum Gespräch am Küchentisch ein!"

Hingehen!
Donnerstag, 8. September 2016, 20 Uhr,
Hotel Kristall,
Karl Liebknecht-Straße 34, 02943 Weißwasser/O.L.
Öffentliche Veranstaltung bei freiem Eintritt.

Weiter geht's!
Die Küchentischtour wird am 12. September 2016 in Bautzen und 26. September in Zittau fortgesetzt.

Kommentar:

Für die SPD Sachsen ist all das nicht nur einfach die "Küchentischtour", sondern eine neue "Dialogkampagne" mit rund 50 Veranstaltungen binnen drei Jahren. Damit will die SPD nach eigenem Bekunden "Vertrauensarbeit leisten" und mit den Leuten in Sachsen "ins Gespräch über aktuelle Politik kommen".

Genossinnen und Genossen, wenn Ihr eine Volkspartei sein wollt, wozu braucht man dann, zum Bebel, eine "Dialogkampagne"? Eine Kampagne, um überhaupt mit den Leuten zur reden? Diese Leute sind doch schlau genug, Euer Politmarketing und Eure Selbstinszenierung zu durchschauen! Die Quittung - Erster unter den Verlierern zu werden - dafür gab's erst in Meck-Pomm.

Anstelle des Versuchs, das Wahlvolk zu beeinflussen, wäre eine Politik nötig, die von den Leuten akzeptiert wird, weil sie pragmatisches Vorgehen erleben und verstehen, dass es keine simplen Lösungen á la Rechts- oder Linksaußen gibt.

Gilt übrigens für alle Parteien,

meint Ihr Thomas Beier

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  • Quelle: red | Kommentar: Thomas Beier
  • Zuletzt geändert am 06.09.2016 - 16:11 Uhr
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