Storytellingprojekt zu Menschenrechtsverletzungen

Storytellingprojekt zu MenschenrechtsverletzungenCottbus / Chóśebuz, 20. Januar 2017. Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., entstanden, indem politische Gefangene der "DDR" ihren eigenen Knast kauften, am bundesweiten Medienprojekt "Grenzgeschichten – crossing borders" der Stiftung Zuhören teil. Deshalb entwickeln Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Cottbus hier crossmediale Geschichten zu den Schicksalen politischer Gefangener im "DDR"-Zuchthaus ebenso wie über die Flüchtlinge der Gegenwart.
Abbildung. "Schön wie nie" schien die Schlagstock-Sonne für die politischen Gefangenen der "DDR", Opfer der Gesinnungsurteile der sozialistischen Rechtsprechung.

Grenzgeschichten – Crossing Borders im Menschenrechtszentrum Cottbus

Grenzgeschichten – Crossing Borders im Menschenrechtszentrum Cottbus

Die Dauerausstellung im Cottbusser "DDR"-Zuchthaus ist modern konzipiert und lässt auch Jugendliche die Enge der Diktatur der SED-Einheitssozialisten (heute Linkspartei) spüren.

Veröffentlicht werden sollen die Geschichten auf dem Storytellingportal www.grenzgeschichten.net.

Immerhin 18 Projektgruppen in vier Bundesländern und in Tschechien haben sich schon mit Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen, befasst. Dabei haben sie historische wie auch politische Themen unter die Lupe genommen und bearbeitet. In Cottbus treffen noch im Januar 2017 20 Jugendliche auf Zeitzeugen, die in einem der größten politischen Zuchthäuser der "DDR" inhaftiert waren – und sie lernen Leute kennen, die in der Gegenwart vor Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat geflohen sind.

Menschenrechte im Grenzbereich

– das ist Titel und Thema der Projektgruppe des Cottbusser Gymnasiums. Wo liegen die Grenzen zu Menschenrechtsverletzungen damals und heute? Und welche Grenzen wurden und werden überschritten, um Menschenrechte zu wahren? Wie verhalten sich Staaten in Bezug auf die Menschenrechte Länder zueinander?

Bei ihrer Projektarbeit werden die Jugendlichen von Johannes Näder, Bildungsreferent beim Menschenrechtszentrums Cottbus e.V., Erik Schiesko, einem freien Filmemacher und Produzenten, sowie von Rupert Jaud, Toningenieur des Bayerischen Rundfunks angeleitet und unterstützt.

Bezahlt wird das Projekt unter anderem mit Geldern der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 20.01.2017 - 18:44 Uhr
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