Neuer Vorstand für Menschenrechtszentrum Cottbus

Cottbus / Chóśebuz, 15. November 2016. Am vergangenen Sonnabend hat die Mitgliederversammlung des Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. turnusmäßig einen neuen Vorstand gewählt. Bestätigt wurden in ihren Ämtern der Vorsitzende Dieter Dombrowski, MdL, die geschäftsführende Vorsitzende Sylvia Wähling sowie der Kassenwart Holger Schiebold. Zum Vorstand gehören darüber hinaus als Beisitzer Siegmar Faust, Christoph Polster, Sigrid Bosse und Gabi Ikert.

Einzigartig: Frühere Häftlinge kaufen ihren Knast

Damit bilden erstmals die früheren politischen Gefangenen nicht mehr die Vorstandsmehrheit. Damit kommt das über das Gedenken und Bewahren hinausgehende Aufgabenspektrum der Einrichtung zum Ausdruck. Dombroski, der selbst in Cottbus einsaß, dazu: "Das Menschenrechtszentrum Cottbus, das Eigentümer und Betreiber der Gedenkstäte Zuchthaus Cottbus ist, muss bei seinen großen Aufgaben zukunftsfähig sein. Wir freuen uns, dass wir mit der Sachkompetenz des neuen Vorstandes unsere bisherige sehr gute Arbeit, fortsetzen können werden, um der Geschichte, den Bedürfnissen der ehemaligen Häftlinge sowie den Anforderungen unserer Förderer und Spender zu entsprechen. Die aktive Einbindung der ehemaligen politischen Häftlinge von Cottbus bleibt selbstverständlich ein Kernmerkmal unserer Arbeit und der Gedenktätte.“

Häftlinge setzen sich selbst ein zukunftszugewandtes Denkmal

Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ist ein ungewöhnliches Projekt in der Erinnerungslandschaft Deutschlands. Mitglieder des Trägervereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., der Eigentümer des gesamten Areals von 22.000 Quadratmetern ist, sind mehrheitlich ehemalige politische Gefangene dieser Haftanstalt. Die heutige Gedenkstätte ist politisch unabhängig, gehört keiner Stiftung an und wird von der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Brandenburg, der Stadt Cottbus und zum großen Teil von Spenden finanziert. Neben der Bewahrung und Aufarbeitung von Erinnerungen widmet sie sich stark Projekten, die das Demokratieverständnis junger Leute fördern.

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 14.11.2016 - 22:03 Uhr
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